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Mariendistel für die Leber

Viele Antiepileptika haben unerwünschte Nebenwirkungen, unter anderem schädigen sie die Leber.
Um dem ein wenig entgegen zu wirken kann man dem Hunde einige unterstützende Naturprodukte geben
Phenobarbital ist in der Epilepsietherapie von Hunden auch heute noch das Standardantiepileptikum. Die allermeisten Hunde werden primär medikamentös mit Phenobarbital behandelt, neuere Antiepileptika werden eher on-top gegeben.

Phenobarbital hat bedauerlicherweise bei langfristiger Gabe sehr ungünstige, unerwünschte Nebenwirkungen. Phenobarbital kann langfristig Leber-, Nieren-, Hirnnerven- und Knochenmarkschäden verursachen.

Zu den NW von Pheno siehe z.B. auch http://de.oddb.org/de/drugs/ [...] nted_effects

Wie entstehen Leberschäden durch Pheno?

Die Leber übernimmt u.a. eine wichtige Funktion bei der Entgiftung von schädigenden Substanzen. In der Leber übernimmt im wesentlichen die Cytochrom-P-Familie die Entgiftung von Arzeneistoffen, aber hierbei entstehen im Rahmen des Arzneimittelmetabolismus aber auch reaktive Zwischenprodukte, die für toxische Effekte von Arzneimitteln verantwortlich sind. In der Leber greifen diese Zwischenprodukte in den Leberzellen die Zellbestandeile an und führen bei langfristiger Überforderung der der Leberschutzsysteme zur Schädigung der Leber.
In den frühen Stadien des Leberschadens kommt es zur Freisetzung von Leberenzymen, die ins Blut gelangen. Daher kann über eine Laboruntersuchung ein beginnender Leberzellschaden erkannt werden.

Phenobarbital induziert aber auch die Produktion von Leberenzymen. Beim Hund sind das insbesondere die alkalische Phosphatase (AP) und ALT (siehe auch hier http://www.epiforum.de/forum/viewtopic.php?t=3483&highlight= )

Mit zunehmender Leberschädigung büßt die Leber jedoch dann auch ihre Entgiftungsfähigkeit sowie andere Stoffwechselfunktionen ein. Darunter leidet der gesamte Organismus, denn die Stoffwechsel- oder andere „Gifte“ werden nicht unschädlich gemacht und reichern sich im Körper an. Auch viele andere Leberfunktionen können im Laufe der Zeit behindert werden durch zunehmende Leberzellverluste und Gallengangschäden.

In der Regel entwickelt sich die Erhöhung der Leberenzyme zunächst während der langfristigen Medikamenteneinnahme moderat. Dieser Enzymanstieg ist jedoch bereits ein erstes Zeichen für die Hepatotoxizität (Leberschädigung) von Phenobarbital. Dieser negative Effekt auf die Leber ist dosisabhängig.
Das Risiko einer medikamenteninduzierten Leberschädigung erhöht sich mit der Dauer der Medikamenteneinnahme.

Medikamentöse Leberschädigungen, die nach langfristiger Gabe eintreten, sind in der Regel:
• Fettleber
• Fettleberhepatitis
• Leberzellnekrosen
• Schäden des Gallenwegssystems
• Leberzirrhose

Die gute Nachricht:
Die Leber hat im Allgemeinen ein sehr hohes Regenerationspotential, anfängliche Schäden sind reversibel. Setzt man leberschädigende Medikamente ab, erholt sich die Leber vollständig.

Die schlechte Nachricht:
Bedauerlicherweise kann bei Epilepsie beim Hund und den wenigen medikamentösen Alternativen diese Option in der Regel nicht gezogen werden.

Aber …
Mit einer leberschützdenden, begleitenden Therapie kann man seinem Patienten einen medikamenteninduzierten Leberschaden durch Pheno sehr lange ersparen und ihn schützen.

Es gibt sehr effektiv wirksame Substanzen, die bei dauerhafter Gabe oder regelmäßiger Kur die Leber therapeutisch unterstützen, so dass die Leber auch über Jahre vor Leberschäden geschützt wird und drohende systemische, unerwünschte NW verhindert werden können.

V.a. die nachfolgend aufgeführten Wirkstoffe / Phytotherapeutika werden zum Schutz der Leber empfohlen:

Mariendistel
Curcurmin
Selen
Löwenzahn
Taurin
etc.
Quelle: Epiforum/Michaela

Hier eine informative und sehr umfangreiche Broschüre zu Auswirkungen von Lebererkrankungen
informationsblattdiabeteshund.pdf [18 KB]

Mariendistel (Sylibum marianum)

Pflanzenkraft für eine gesunde Leber

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe des menschlichen Stoffwechsels. Sie ist für die Entgiftung des Körpers unentbehrlich. Zudem produziert die Leber den Gallensaft, der für die Verdauung der Fette im Körper benötigt wird.

Nur eine gesunde Leber kann ihre vielfältigen Aufgaben optimal erfüllen. Überernährung, Medikamente, giftige Substanzen, Alkoholmissbrauch, sowie bestimmte Krankheiten (z.B. chronische Hepatitis) belasten die Leber und können Ihre Funktion beeinträchtigen. Solche Schädigungen der Leber sind leider recht häufig und äußern sich in Müdigkeit, Antriebsschwäche, Blähungen, Völlegefühl, oder einem leichten Druckgefühl im Oberbauch. Häufig werden diese möglichen Anzeichen einer Leberschädigung jedoch nicht ernst genug genommen. Eine Fettleber, chronische Leberentzündung oder gar eine Leberzirrhose können dann die Folge sein.

Die Mariendistel (Sylibum marianum) ist eine Heilpflanze, die seit jeher zur Vorbeugung und unterstützenden Behandlung von Lebererkrankungen verwendet wird. Die Wirksamkeit des enthaltenen Wirkstoffes Silymarin wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt. Silymarin schützt die Leberzellen, so dass schädliche Stoffe nicht eindringen können. Es fördert die Entgiftungs- und Regenerationsfähigkeit der Leber sowie den Aufbau neuer, gesunder Leberzellen. Zudem wird die Produktion von Gallensaft angeregt.
Das Extrakt der Mariendistel hilft somit, die wichtigen Stoffwechselfunktionen der Leber zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Zudem scheint die Anwendung bei einer bestehenden Leberzirrhose das Fortschreiten des Krankheitsverlaufes verzögern zu können und die Genesung der Leber nach einer viralen Hepatitis zu unterstützen.
Die Anwendung der Mariendistel empfiehlt sich zur Vorbeugung und Behandlung von Leberschäden sowie zur unterstützenden Therapie von Lebererkrankungen.
Mariendistel entfaltet seine leberschützende und -heilende Wirkung über mehrere, sich ergänzende Mechanismen, die in vitro und im Tierversuch überzeugend nachgewiesen worden seien. So bewirkt Silymarin eine Stabilisierung der Lipidstrukturen in der Leberzellmembran und macht die Hepatozyten damit widerstandsfähiger gegen unterschiedliche Noxen. Zugleich wird durch Extraktbestandteile die für die Proteinsynthese zuständige Messenger-RNA in der Leberzelle stimuliert. Folge ist eine beschleunigte Leberzellregeneration. Neue Untersuchungsergebnisse weisen zudem darauf hin, dass Silymarin die Bindegewebsproliferation hemmt und so den fibrotischen Umbau bei Leberzirrhose bremst. Zudem sind die wesentlichen Extraktkomponenten wie alle Flavonoide gute Radikalenfänger.

Die Wirksamkeit von Silymarin bei mehreren akuten und chronischen Lebererkrankungen ist in klinischen Studien überzeugend belegt worden So lebten in der Wiener Zirrhose-Studie Patienten mit toxisch bedingten Leberzirrhosen signifikant länger, wenn sie zusätzlich zu den sonstigen Maßnahmen eine Langzeitbehandlung mit Mariendistel verordnet bekommen hatten.

In randomisierten klinischen Studien bei akuter Virushepatitis A oder B bewirkte oral angewandtes Silymarin einen Nutzen und beschleunigte die klinische Erholung, oder führte zu einer bedeutend rascheren Normalisierung von Bilirubin und aspartater Transaminase, als in der Kontrollgruppe.

Ebenso sanken bei alkohol-bedingter Hepatitis, die mit Silymarin behandelt wurde, die Transaminasen deutlicher als bei unbehandelter Erkrankung. Eine 4-monatige Behandlung mit Silymarin bei Patienten mit einigermaßen aktiver alkohol-bedingter Leber-Erkrankung, führte zu einer 41%igen Reduktion der Alanin Transaminase, verglichen mit keiner Änderung in Kontrollgruppen.

In einer randomisierten Studie wurden 170, durch Biopsie nachgewiesen, zirrhotische Patienten, 92 mit alkohol-bedingter und 78 mit nicht-alkohol-bedingter Lebererkrankung mit Silymarin oder Placebo für durchschnittlich 41 Monate behandelt. Obwohl die Serumbiochemie-Werte keine Unterschiede bei den zwei Gruppen aufzeigten, war die Anzahl der überlebenden zirrhotischen Patienten mit alkohol-bedingter Lebererkrankung bedeutend höher in der Silymarin Gruppe.

Wir empfehlen auch gesunden Personen 2-3 mal jährlich eine Kur mit Mariendistel durchzuführen, um die Leber optimal zu schützen. Die Mariendistel ist äußerst gut verträglich und ihre Einnahme auch über einen längeren Zeitraum sehr sicher. Als Nebenwirkungen können eine vermehrte Harnbildung sowie eine leicht abführende Wirkung auftreten. Personen die an Gelbsucht leiden, sollten die Mariendistel nur auf ärztlichen Rat hin einnehmen.

Diese Information unseres Beratungsteams basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen. Quelle

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