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Schicksale - traurig und auch hoffnungsvoll


Richys Kampf um's Überleben Lotta Casana, Bruder Clou und Tochter Eileen Casu drak projekt Hirnhautentzündung

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Richys Kampf um's Überleben

So fing es an

 

Richy kam aus einem Wurf mit 7 weiteren Geschwistern - ein sehr großer Wurf wie man hier sehen kann KLICK HIER
Alle Welpen gediehen gut und wurden mit 10 Wochen gesund und munter abgegeben.
Die damaligen Besitzer von Richy ( damals Zilla Whyski) waren im http://www.zwergpinscherforum-steinwitz.de und berichteten regelmäßig über ihren Welpen, der prächtig gedieh.
Plötzlich hörten die Berichte auf und 4 Wochen später kam ein Anruf und ein Video , dass den inzwischen 7 Monate alten Welpen krampfend zeigte.
Eine Odyssee begann, die hier beschrieben wird
_____________________________________________________________________________

Richy kam Anfang des Jahres zu mir. Er hatte von einer Sekunde zur anderen schwere Krampfanfälle bekommen.

Die akribische Suche nach möglichen Ursachen begann:
Er hatte vorher eine Wurmkur bekommen. 3 Wochen später hatte er Durchfall und Erbrechen. Nach einer 2-Tages-Diät schien das wieder behoben.
Ernährung: Trockenfutter

Vergiftungsmöglichkeiten:
Im Garten sollte er vom Lebensbaum gefressen haben.
Im Garten hatte er Zugang zu Düngemitteln.
Eventuell Medikamente der Eltern.

Zwei Duisburger Kliniken diagnostizierten eine Epilepsie, vermuteten allerdings keine primäre Epilepsie, weil der Zwergpinscher erst 7 Monate alt war.

Was vorher geschah...

 

Ein Krampf folgte dem anderen

1. Tierklinik

Die Besitzer kamen als Notfall in die Tierklinik und gaben folgende Informationen an:
Der Hund krampft wiederholt und erbricht Schaum.
Richy blieb in der Tierklinik und wurde krampffrei entlassen.

Medikamente:
Diazepam 5 mg Desitin Rectal
Pexion 100 mg
Propofol
Luminaletten 15 mg
OHNE WIRKUNG !!!


Der Zwerg wurde mit nach Hause genommen und fing nach kurzer Zeit wieder an zu krampfen.

2. Tierklinik

Am nächsten Tag wurde Richy mit weiteren Anfällen in die nächste Tierklinik eingewiesen.

Behandlung:
Diazepam 5 mg Desitin Rectal
Pexion 100 mg
Propofol
Luminaletten 15 mg
Omeprazol
OHNE WIRKUNG
Das Blutbild war ohne besonderen Befund, nur Phosphat war zu hoch.


Richy kam zu mir (Züchter) zurück

Mit den Worten " wir können das nicht mit ansehen" übergaben die Besitzer den kleinen Kerl an mich zurück.
Ich selbst war überzeugt, dass das keine Epilepsie sein konnte. Alle meine Hunde waren absolut gesund und gerade das Thema Epilepsie beschäftigte mich sehr, nachdem ich einen VDH - Züchter aufgetan hatte, der sittenwidrig seine epileptischen Zuchthunde verpaarte.

Richy

Ich ging von einer Vergiftung aus. Eine Tierheilprakterin kam auf mich zu und riet mir den Hund mit homöopathischen Medikamenten zu behandeln. Dankbar ergriff ich diesen Strohhalm, setzte alle Medikamente ab und begann mit der THP zusammen zu arbeiten

Medikamente
- keine.

Ernährung:

Geflügelfleisch roh, Rind, Knochen, gekochtes Gemüse

Medikamente laut THP

Homöopathische Medikamente:

Notfall:

Bachblüte Rescue = 1 Tropfen, falls er einen Anfall bekommt.

Morgens vor dem Fressen: Active Probiotic
danach:
Schüssler Salze 7, 9, 12 = 3x tgl.
Traumeel 2,0 ml Ampullen = 1x am Tag 2 mm
Spascupreel 1,1 mm Ampullen = 1 Ampulle
Chamomilla D4 = nach dem Essen 3 Kügelchen
Lykopydium D4 = 1x tgl. 2 Kügelchen für 3 Wochen

Mittags:
Schüssler Salze 7, 9, 12
Camumilla D4 = nach dem Essen 3 Kügelchen

Abends:
Schüssler Salze 7, 9, 12
Chamomilla D4 = nach dem Essen 3 Kügelchen
Spascupreel 1,1 mm Ampullen = 1 Ampulle

Zwischen den Mahlzeiten:
Aloevera 5 ml (3x am Tag) in Quark

Ernährung:
Geflügel, Kürbis, Möhren, Zuccini, Birne, Sesam und Kümmel

Richy war extrem nervös und schreckhaft.
Ständig kaute und schleckte er sich, bekam aber nur leichte Anfälle, aber häufig.
Innerhalb von 3 Tagen steigerte sich die Anfallsrate prompt. Ich fing an zu zweifeln, ob es wirklich richtig war, die Medikamente so abrupt abzusetzen. Verunsichert beginne ich mit der Gabe von 2x 7,5 mg Luminal tgl.

Der THP rät mir zu zusätzlichen Medikamenten:


Curare Borneo (Horvi) Ampullen = bei Anfall 1/2 ml spritzen, nach 30 Minuten erneut 1/2 ml spritzen
Schüssler Salz Nr. 18 = im Wechsel mit Schüssler Salz Nr. 12
NeyFegan 26 D7, 5 Ampullen 3 Tage 2 ml subkutan spritzen (ich gebe es oral)

4 Tage später 8 Anfälle am Tag

Besuch beim Tierarzt.
Die Anfälle sind zu stark, mein Vertrauen in die homöopathischen Mittel ist wackelig. Richy hat Serienanfälle.
Da in keiner Klinik eine Liquoruntersuchung gemacht wurde, entscheidet der TA vorsorglich auf Hirnhautentzündung zu behandeln. Richy bekommt hochdosiert Kortison und ein Antibiotikum.
Ich soll das Phenobarbital auf 2x tgl. 15 mg dosieren .

homöopathische Mittel des Tierheilpraktikers

Notfall:
Bachblüte Rescue = 1 Tropfen, falls er einen Anfall bekommt.

Morgens vor dem Fressen: Active Probiotic
danach:
Schüssler Salze 7, 18
Traumeel 1,0 ml Ampullen
Spascupreel 1,1 mm Ampullen
Chamomilla D4 = nach dem Essen 3 Kügelchen
Lykopydium D4 = 1x tgl. 2 Kügelchen für 3 Wochen
15 mg Luminal
250 gr cephacare
5 mg Cortison

Mittags:
Schüssler Salze 9, 12
Chamomilla D4 = nach dem Essen 3 Kügelchen
Zusätzliche Medikamente:
Curare Borneo (Horvi) Ampullen = 1/2 mal tgl. spritzen, bei Anfall 1/2 ml spritzen, nach 30 Minuten erneut 1/2 ml spritzen)
NeyFegan 26 D7, 5 Ampullen (58,- EUR) 3 Tage 2 ml oral

Abends:

Schüssler Salze 7, 18
Chamomilla D4 = nach dem Essen 3 Kügelchen
Spascupreel 1,1 mm Ampullen = 1 Ampulle
15 mg Luminal
250 gr cephacare
5 mg Cortison

Zwischen den Mahlzeiten:
Aloevera 5 ml (3x am Tag) in Quark, im Wechsel die Schüssler Salze

Ernährung:
Geflügel, Kürbis, Möhren, Zuccini, Birne, Sesam und Kümmel

Da die Phosphatwerte immer noch nicht abgebaut sind, benötigt er eine Leber-Nieren-Diät:
Eier, fettarmer Fisch, fettarmer Hüttenkäse, Huhn und Putenfleisch, Gemüse mit hohem Gehalt an Karotin (gelbes, rotes, grünes Gemüse) sollte vermehrt gefüttert werden sowie schwefelreiche Lebensmittel (Leber, Fisch, Käse, Obst).

Es scheint eine Besserung einzutreten. Die Anfälle reduzieren sich leider nur kurzfristig.
Nach nur 4 Tagen sind wir bei 14 !!! Anfällen TÄGLICH.

kauen und schmatzen - es geht wieder los

Die Geschichte

Traurig mit gesenktem Kopf wurde Richy damals zu mir gebracht.

Völlig verängstigt und zitternd, grenzenlos überfordert durch das, was mit ihm geschah, drängte er sich an die Hauswand. Ich war schockiert in was für einem Zustand dieser kleiner Kerl war.

Von einer Sekunde zur anderen war aus einem 7 Monate alten kerngesunden Zwergpinscherwelpen ein krampfender Hund geworden. Die Krämpfe kamen in kurzen Abständen immer und immer wieder.

Die Besitzer waren ratlos, suchten eine Tierklinik in der Umgebung auf, wo der kleine, immer wieder krampfende Hund über Nacht zur Beobachtung blieb. Niederschmetternde Verdachtsdiagnose: Epilepsie.

Laut der Tierklinik wurde Richy anfallsfrei entlassen, doch schon wenige Stunden in gewohnter Umgebung bei den Besitzern begann er wieder, sich in ständig folgenden Krämpfen zu winden.

Erneut kam der Zwerg in eine andere Tierklinik, die ihn wiederum auf Epilepsie behandelten. Er bekam Antiepileptika und Infusionen, wurde erneut ohne Krämpfe entlassen.
Das Drama begann ,kaum zu Hause erneut. Die Krämpfe kamen in voller Härte. Die Besitzer waren verzweifelt und nahmen dankbar das Angebot des Züchters an, den Hund zurück zu geben.

Jede Stunde ein Anfall, sehr stark und grausam, danach rennt Richy herum, hat irren Hunger, will alles in sich hineinstopfen. Minuten nach dem Fressanfall legt er sich erschöpft hin und schläft - für ca 40 Minuten, dann geht es wieder los.

Jede Stunde - immer wieder trotz der Medikamente:
2x 45 mg Luminal
3x 125 mg Levetiracetam
und der Naturmittel.

Es wird immer schlimmer

Die Verzweiflung ist groß, nichts hilft.
Es beginnt ein Herumexperimentieren:
1x 45 mg Luminal
1x 250 mg Levetiracetam morgens + 125 mg abends
Magnesium
16:30 Uhr Tavor (ein Notfallmedikament aus der Humanmedizin)
18:00 Uhr Tavor

Zwar konnte der kleine Kerl nach Tavorgabe 2 Stunden ausruhen, aber dafür bekam er anschließend regelrechte Anfallsketten. So musste auch dieses Medikament abgesetzt werden.

Wir haben alles versucht:
Pexion und Diazepam haben ihn fast umgebracht. Er verträgt diese Medikamente nicht. Er krampfte schlimmer als vorher und schrie auch noch vor Schmerzen. Es war dramatisch.
Richy reagierte genau entgegengesetzt auf die Medikamente.

Mehrere Tierärzte, sowie die Tierkliniken raten uns eindringlich, dass wir dem Leiden in Ende bereiten sollen - Richy sei Medikamentenresisten und somit ein hoffnungsloser Fall.

Der letzte Strohhalm war eine umfangreiche Ausschlußdiagnostig, die 1500.- EUR und mehr kosten würde.
Die Besitzer waren finanziell nicht in der Lage diese Summe aufzubringen, ich bezahlte alle voherigen Untersuchungen für Richy, doch ich wollte Richy nicht aufgeben - so erlaubte ich einen Spendenaufruf in meinem Forum zu starten.

Auschlussdiagnostik in der Tierklinik

Durch großzügige Spenden des http://www.zwergpinscherforum-steinwitz.de wurde die Ausschlußdiagnostig in der Tierklinik Gießen möglich gemacht.
In einem Vorgespräch weise ich die Tierärzte der TK darauf hin, dass der Hund mehrmals anfallsfrei abgegeben wurde und im häuslichen Bereich sofort wieder anfing zu krampfen. Der Gedanke auf das "Stellvertreter Münchhausen Syndrom" int.1vorgetaeuschtegesundheitsstaorungengrosss.pdf [275 KB]
stand nicht das erste Mal im Raum.


Ausschlussdiagnostik:
MRT
Test Lebershunt
Liquoruntersuchung
Herzuntersuchung
Speicherkrankheit
uvm. wurde untersucht und alles war negativ.
5 Tage war der kleine Kerl in der Uni Gießen, ein echtes Trauma für so einen menschenbezogenen, jungen Hund.

Diagnose: auch wenn er so jung ist und in diesem Alter das eigentlich keine Diagnose wäre, erklärten uns die Tierärzte = "Idiopathische Epilepsie".
Es wurde nichts gefunden, eine Vergiftung schließt man ohne Untersuchung aus.

Richy wird auf Medikamente eingestellt und nach 5 Tagen darf er abgeholt werden.
Er ist anfallsfrei!!! Der Phenobarbitalspiegel war auf 34. Vielleicht ist es geschafft??? Hoffnung kommt auf.
Die Vorbesitzer kommen, starten einen weiteren Versuch und wollen den Zwerg zu sich holen.
Alles sieht gut aus. Im Besprechungszimmer der Tierklinik Gießen warten die Tierbesitzer, um den Hund zu übernehmen. Völlig überraschend bekommt Richy in dem Behandlungsraum einen Anfall und der Gedanke, dass die Besitzer doch etwas mit den Anfällen zu tun haben könnten keimt erneut auf.

Mit der Hoffnung, dass er nur einen Anfall bekam, weil er unter Stress stand wurde der Zwergpinscher von den Besitzern eingepackt. Schon während der Autofahrt bekam der kleine Hund mehrere Anfälle, die sich schnell verschlimmerten. Die Anfälle bauten sich wieder auf - und die jungen Leute brachten Richy erneut zu mir - diesesmal allerdings endgültig.

Wieder bei mir


Stündlich krampfend kam der kleine Kerl zu mir zurück - jede Stunde !!!
Die Tierkliniken und Tierärzte hatten inzwischen viermal erklärt, dass Richy nicht zu helfen ist und wir ihn einschläfern lassen sollten. Einige Hunde sind Medikamentenresistent - da hilft nichts mehr.
Und immer wenn wir gerade an dem Punkt angekommen waren, dass wir auch nicht mehr konnten, zeigte Richy, dass er leben wollte.
Er signalisierte mir "halte durch" und wir kämpften weiter. Solange der kleine Kerl immer wieder Momente des Glücklichseins dazwischen hatte, wollten wir nicht aufgeben.




Ich gebe nicht auf...

wie sollte ich da aufgeben können...




Schnell stellte sich das alte Krampfmuster wieder ein: stündlich ein Anfall, Fressen, Pause - Anfall, Fressen, Pause...
Richy torkelte durch die hohen Medikamentengaben. So konnte er nicht einmal in der anfallsfreien Zeit spielen und toben, es war ein Jammer.
06:15 Uhr Magnesium
07:00 Uhr ½ Tablette Libromide (162,5 Kaliumbromid) im Futter + 1 ml Levetiracetam (Keppra)
08.10 Uhr 2 Luminal (30 mg) + Futter
14:00 Uhr DMSO
16:00 Uhr 1 ml Levetiracetam
18:00 Uhr Futteraufnahme
20:00 Uhr 2 Luminal (30 mg)
22:00 Uhr ½ Tablette = 162,5 Kaliumbromid + Futter + 1 ml Levetiracetam

5 Tage nach der Tierklinik war der Tag, an dem ich wusste, dass ich es dem Hund und auch uns nicht mehr zumuten kann.
Um 06.00 Uhr stand er auf und krampfte - 6 Stunden ununterbrochen, ein Dauerkrampf. Mein Mann war nicht da. So hatte ich kein Auto, sonst wäre ich sofort los gefahren und hätte dem ein ENDE bereitet.

Um 12:00 Uhr hörte der Dauerkrampf auf. Es kamen wieder stündlich Krämpfe Gegen Abend wurden diese zwar schwächer, aber ich war so resigniert, dass ich fast aufgegeben hatte.



Der Tag X

Vorsichtig, fast atemlos beobachtete ich den Zwerg. Gestern war er sofort mit Anfällen aufgewacht und nun lief er seit 2 Stunden herum und es passierte NOCH nichts.
Nach 6 Stunden war ich im meditativen Gebet: "bitte, lieber Gott..." Während ich wie hypnotisiert den kleinen Kerl verfolgte, lief dieser total relaxt herum.
Und als wir am Abend ins Bett gingen, dankte ich dem Schöpfer im Himmel, dass ich gestern kein Auto hatte, weil er keinen einzigen Anfall bekommen hatte.

Wenn gestern das Auto da gewesen wäre, dann wäre ich gestern beim Tierarzt gewesen und hätte ihn einschläfern lassen. Wenn... dann... Ich kam von dem Gedanken gar nicht mehr los.



Ich entschied mit dem Herzen und fing an die Tabletten zu reduzieren
Jeden Tag und auch die darauffolgenden Tage beobachtete ich mein Sorgenkind so voller Angst, Hoffnung und Liebe. Jeder Wimpernschlag, jedes Niesen quittierte ich mit angehaltenem Atem. "Geht es wieder los???"


Drei Monate sind nun vergangen - und nicht nur, dass mein kleiner Frechdachs seitdem keinen einzigen Anfall mehr bekommen hat, ich bin auch mutig mit den Tabletten runter gegangen.

Das Levetiracetam ist schon lange weg.
Das Phenobarbital ist aus dem wirksamen Bereich und
das Kaliumbromid ist als einziges Mittel noch voll dosiert.


Es geht ihm gut, nein - es geht ihm von Tag zu Tag besser, er lebt, er ist glücklich - und ich bin es auch. Inzwischen ist er seit 14 Tagen kastriert, was er auch wie ein gesunder Hund weggesteckt hat.

Kastration geschafft

Trotzdem - jedes Mal, wenn ich wieder die Medikamente reduziere, ist sie wieder da, die Angst: Kommt es wieder? Vielleicht irre ich mich und er hat doch Epilepsie.

Bis heute glaube ich nicht, dass er eine Epilepsie hat. Ich habe vom ersten Moment eine Vergiftung vermutet. Nur was für eine es hätte sein können, werden wir wohl nie heraus bekommen.

Richy ist nun das Forenmaskottchen des http://www.zwergpinscherforum-steinwitz.de
Viele im Forum haben ihm ein Stück Leben geschenkt, indem sie für ihn gespendet haben.
Richy sagt jeden Tag "Danke, dass ich leben darf" und ich gebe es hier weiter... Ich danke euch !

So machen wir weiter

 

Nach 3 Monaten ist Richy kastriert und immer noch anfallsfrei. Es geht ihm gut und ich habe sogar das Gefühl, dass es nach jeder Medikamentenreduzierung noch besser wird.
Das Phenobarbital 15 mg reduzieren wir heute alle 14 Tage um eine 1/4 Tablette. Zu Beginn der Reduzierung haben wir alle 4 Wochen reduziert.
Inzwischen hat Richy einen Spiegel unter 10 - der wirksame Spiegel bei Phenobarbital ist deutlich höher. Uns wurde angeraten den Spiegel bei diesem extrem krampfenden Hund bis 40 zu steigern.


Wir geben jetzt noch täglich eine Tablette 15 mg und werden weiterhin alle 14 Tage um eine 1/4 Tablette reduzieren.
Somit müssten wir in 8 Wochen keine Phenobarbitaltabletten mehr geben.

Ist es geschafft ?

Kaliumbromid

Das Kaliumbromid ist mit einem Spiegel von 102 bei Richy noch im wirksamen Bereich.
Richy war am 1. Tag frei von Anfällen, als er gerade die allererste Kaliumbromidtablette bekommen hat. Da Kaliumbromid 3 Monate benötigt, bis es einen Spiegel aufgebaut ist, glaube ich einfach nicht, dass es daran liegen kann, das Richy anfallsfrei geworden ist. Wissen kann ich es nicht.

Wenn das Phenobarbital völlig abgesetzt ist, werden wir an die Reduzierung des Kaliumbromid gehen.
Hier müssen wir besonders langsam reduzieren, weil sich der Spiegel erst nach ca. 3 Monaten umgestellt hat.
In welchen Mengen wir reduzieren bespreche ich noch mit meinem Tierarzt.

Ich werde weiterhin berichten , wie es mit Richy weiter geht .

Lebensfreude pur

Es ist wie "russisches Roulette".


Viele sagen, ich soll ihn einfach die Medikamente weiter geben und froh sein, dass er keine Anfälle mehr hat. Aber wenn er die Medikamente nicht braucht, warum soll er dann so schwere Mittel schlucken?
Ich glaube einfach nicht, dass er eine Epilepsie hat. Immer noch überzeugt davon, dass irgend eine andere Ursache für diese Krämpfe verantwortlich sind, forsche ich nach, suche nach Möglichkeiten.

Richy und ich gehen diesen Weg gemeinsam weiter.
Wir haben auch nicht darauf gehört, als alle rieten, ihn einschläfern zu lassen und wir werden rein nach dem "Gefühl" diesen Weg weiter gehen.
Ich beobachte ihn, er ist ständig bei mir, er ist nie alleine. Ein Familienmitglied ist immer bei ihm und weiß worauf zu achten ist.
Solange er uns zeigt, dass dieser Weg der richtige ist, werden wir so weiter machen

Wir beide gehen den Weg gemeinsam

Der 21.03.2014 Die Wende

Seit dem 21.03.2014 ist mein kleiner Richy ohne Anfälle. Er ist das "Wunder von Sorga" . Niemand hätte geglaubt, dass dieser Hund jemals ohne Anfälle sein wird.

Seit dem 24.07.2014 ist das Phenobarbital abgesetzt worden und seit dem 09.08.2014 ist das kaliumbromid aus dem wirksamen Bereich.
Er bekommt nur noch Mo-Mi-Fr eine viertel Tablette Kaliumbromid= umgerechnet 35mg tgl. - wir schleichen weiterhin vorsichtig aus.
Er wird nach Prey Model Raw ernährt , nicht geimpft, keine chemischen Wurmkuren und keine Spot Ons. Chemie ist ein absolutes Tabu, weil wir nach wie vor davon ausgehen, dass er durch Gift diese Anfälle bekommen hat
Auch wenn er jetzt schon 6 Monate ohne Anfälle ist, bleibt die Angst, dass diese schleichende Tragödie wieder kommen könnte

Seit dem 21.03.2014 hat mein kleiner Schatz keine Anfälle mehr und seit dem 15.10.2014 sind alle Medikamente abgesetzt.


Und weil Richy endlich gesund ist - zerren die Vorbesitzer mich vor Gericht!
Nicht weil sie plötzlich den Hund zurück wollen - NEIN - sie wollen aus dem Leid des Hundes finanziellen Profit schlagen.
Darüber werden ich HIER berichten KLICK HIER

Endlich wieder unbeschwert leben

 Hier geht die Geschichte weiter
Richy bekommt einfach keine Ruhe  - Gericht geht in die 4. Instanz KLICK HIER

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