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Schicksale - traurig und auch hoffnungsvoll


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Wodurch bekommt mein Hund eine Hirnhautentzündung

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Hirnhautentzündung

Zwergpinscher Anja

Da auch eine Hirnhautentzündung ein Auslöser für Epilepsie sein kann, habe ich die Geschichte von Anja hier mit aufgenommen:


Anja war eine 9 jährige gesunde Hündin.
Immer zu lustigen Spielen aufgelegt, temperamentvoll, eine leidenschaftliche Jägerin und ein Balljunkie.
Sie ist sehr anhänglich, verschmust- eben ein Zwergpinscher.

Zwergpinscherhündin Anja

Anja geht es nicht so gut

Im Januar 2015 wirkte Anja irgendwie kränklich. Anzeichen für irgendwelchen Krankheiten waren nicht zu erkennen, aber sie war abgeschlagen , müde und fraß auch schlechter.

Anja kränkelt, doch keiner weiß was sie hat

13.01.2015

Anja wird vorsichtshalber eingepackt und im Augen behalten
Am 13.01.2015 sind wir vorsichtshalber zum Tierarzt gegangen. Da wir wussten, dass Anja eine Mitralklappeninsuffiziens hat, wurde angenommen, dass das Herz Probleme macht und sie bekam Cardalis 2,5 mg/20mg Tgl 1/2 Tablette.

Zuerst schien das die Lösung gewesen zu sein, Anja ging es besser und wir waren erleichtert.

Vestibularsyndrom, Schlaganfall ???

Am kommenden Morgen kam Anja schwer aus ihrem Schlafplatz, sie wirkte wie betrunken. Irgendwie fing sie an etwas steif zu gehen und manchmal stolperte sie ein wenig. Ausserdem hielt sie ihren Kopf immer so komisch nach oben.

14.01.2015
Verdacht auf ein Halswirbelsäulensyndrom. Anja bekommt Vitamin B12 Und Onsior
Am 15.01.2015 nochmal zur Kontrolle zum Tierarzt - ich finde es hat sich nicht verbessert, der Tierarzt meint eine Verbesserung zu erkennen. Temperatur 39,4

Wir gehen wieder nach Hause und sollen so weiter verfahren.
Das Krankheitsbild verschlechtert sich- ich nehme täglich Filme auf, um Anja´s Zustand zu dokumentieren und dem Tierarzt zu zeigen, was sie für Symptome zeigt

Gleichgewichtsstörungen beim Hund

23.01.2015

Leichter Verbesserung scheint einzutreten, Anja bellt, ist auch wieder munterer und die Gleichgewichtsstörungen scheinen nicht schlimmer zu werden. Vielleicht wirklich ein Halswirbelsäulensyndrom....
Anja springt sogar schon wieder auf den Stuhl - was die ganze Zeit gar nicht mehr möglich war.

Wird es besser ?

28.01.2015

Zustand Verschlechterung - gestern waren wir nochmal bei TA, weil sie schreit wenn sie angestossen wird oder ich sie hochnehme. Sie läuft heute nur noch wenn sie unbedingt muss und fressen will sie auch nur noch wenn ich ihr etwas aus der Hand gebe.

Der Zustand verschlechtert sich rapide

Der Zustand von Anja hat sich über Nacht weiter verschlechtert. Sie liegt in Schräglage, kann sich nur schwer aufrappeln, wenn sie läuft hält sie ihren Kopf immer schräg.
Sie hat Schmerzen wenn sie irgend wo anrempelt.
Damit der Tierarzt sich ein Bild machen kann, schicke ich ihm diesen Film, denn in der Praxis zeigt Anja diese ausgeprägten Symptome nicht

29.01.2015

Inzwischen ist die Situation so schlimm, dass ich Anja spontan einpacke und erneut zum Tierarzt fahre. Nach dem Video und der erhöhten Temperatur 39,6° - entsteht der Verdacht auf Hirnhautentzündung.

Mir wird gesagt, dass man ein CT machen könnte, um abzuklären ob es eine Hirnhautentzündung ist oder ein Tumor - ich lehne ab und möchte eine sorfortige Behandlung gegen Hirnhautentzündung. Einen Tumor würde ich nicht operieren lassen. Entweder die Medikamente schlagen an oder nicht.
Anja ist viel zu schwach um noch in eine Klinik zu müssen - wir wissen nicht ob sie die Nacht überlebt.
Sie bekommt nun Antibiotika Cephalexin und Novalgin gegen die Schmerzen

30.01.2015

Anja lebt - ich war mich nicht sicher, ob sie die Nacht schafft, aber mein Ömchen ist eine Kämpferin.
Die Nacht war grausam, weil sie immer wieder von kurzen Anfällen geschüttelt wurde.
Laufen geht noch nicht richtig, aber sie nimmt wieder am Leben teil und das aller wichtigste, sie hat keine Schmerzen mehr. Ich weiß, dass die Schmerzen unterdrückt werden, weil sie alle paar Stunden Novalgin bekommt und ich weiß auch, dass sie noch lange nicht über dem Berg ist.
Immer noch zuckt ihr kleiner Körper, ist extrem Berühungsempfindlich- ich muss immer ganz langsam mit der Hand hinkommen, sie sieht auch

Sind vom Tierarzt zurück, Anja hängt nun bei mir am Tropf - 3 Mal tgl muss sie 2 verschiedene Infusionen bekommen.
Blut wurde abgenommen damit ales abgeklärt werden kann

3 X tgl 50 - 100 ml Sterofundin VG 5 und 6% HES, zusätzlich hat sie Luminal gespritzt bekommen, damit die Krämpfe aufhören. Medikamente sind 5 mg Kortison, 2 mal 250 mg Cephalexin und 3 mal tgl Metanizol
Wir wissen immer noch nicht ob sie es schaffen wird

31.01.2015

Es scheint Anja wirklich besser zu gehen !
Die Gleichgewichtsstörungen sind viel weniger geworden und auch ihr allgemeines Auftreten zeigt, dass es endlich aufwärts gehen.
Wir sind alle sehr erleichtert, dass die Medikamente so gut anschlagen.
Die erhöhten Leucozyten bestätigen den Verdacht auf Hirnhautentzündung. Wir machen weiter wie bisher

Es geht Anaj besser

Allgemeine Hoffnung keimt auf und ein ganz klein wenig Alltag beginnt. Der Tag verläuft recht normal.

Abends bekommt Anja plötzlich einen extremem Anfall, der Kopf schüttelt sich wie von Stromschlägen gerüttelt und hört kaum auf.
Schnell bekommt sie 0,5 mg Luminal intravenös gespritzt - sie sackt wie narkotisiert zusammen und ist nun in einem noch schlechteren Zustand als zuvor.

Es geht ihr wieder so schlecht

Die Hoffnungen sind dahin - Verzweiflung macht sich breit.
Anja macht einen erbärmlichen Eindruck. Wieder kommt eine Nacht auf uns zu, die von der Angst begleitet wird das Anja nicht überleben wird.

01.02.2015

Anja lebt - das kleine zähe Mädchen will überleben.
Brav nimmt sie ihre Medikamente. Es fällt auf, dass sie einen irrsinnigen Hunger hat -sie will fressen, fressen, fressen - egal wie schlecht es ihr geht.
Heute Morgen geht es etwas besser- minimal besser.

Der Rückschlag gestern war ernüchternd.
Der Tierarzt ist sogar am Wochenende immer abrufbereit. Wir wissen nicht ob Anja den Weg schaffen wird - inzwischen habe ich gelesen, dass es wohl sehr häufig bei dieser Erkrankung ist, dass ein "Auf und Ab" den Hund und die Besitzer hilflos macht. Ob diese Krankheit ausheilt weiß keiner.
Da keine Liquoruntersuchung gemacht werden konnte, wissen wir noch nicht einmal 100% ob es wirklich eine Hirnhautentzündung ist.

Bis dahin werden wir so weiter machen wie bisher:
3 mal täglich jeweils 2 Infusionen
sowie Kortison, Antibiotika und Novalgin



Sie läuft draußen herum, wirkt gesunder, frisst wie verrückt und dann kippt sie erschöpft zusammen und schläft. Ich bin froh wenn sie schläft....................

Anja am Tropf

02.02.2015

Anja ist stabil - seit gestern hat sie keinen Rückfall erlitten.
Sie läuft wackelig und torkelt, aber sie ist deutlich sicherer geworden, stösst nicht mehr überall dagegen und bewältig die Kurven schon relativ sicher.

An den Tropf muss sie nun nicht mehr.
Medikamente: 5mg Kortison, Cephalexin, Vitamin B12 und Novalgin

Anja genießt ihren Sonderstatus - inzwischen kann sie das ein wenig. Sie will immer gekuschelt und gestreichelt werden und das machen wir doch gerne

Schmusemaus Anja

Es geht aufwärts...

Die Blutwerte sind besser geworden!
Anja zuckt gar nicht mehr, nur eines fällt auf= sie kratzt sich wie verrückt zeitweise die linke Gesichtshälfte. Vielleicht noch eine Irritation durch die Schwellung im Gehirn?

Das wird sich dann hoffentlich auch noch legen- im Moment läuft unser "Ömchen" schon wieder munter mittendrin im Rudel mit

Anja ist wieder dabei

05.02.2015

Anja geht es erstaunlich gut. Wenn man bedenkt, was für eine schwere Erkrankung das ist, kann man es kaum glauben. Vor ein paar Tagen haben wir noch in Betracht ziehen müssen, dass wir die kleine Dame eventuell über die Regenbogenbrücke schicken müssen und nun läuft sie hier herum, springt wieder auf die Stühle und wirkt völlig gesund.
Heute morgen beim Tierarzt zeigte sie sich so munter, dass diese lachend den Kopf schüttelte. So kleine Wunder braucht auch ein Tierarzt.

Übermütig darf ich natürlich nicht werden, denn Anja steht immer noch unter Kortison und Antibiotika. Aber es ist die richtige Behandlung und darüber sind wir alle erleichtert.

Alles wird wieder gut

Sie tut es wieder...

Es ist unwahrscheinlich wie dieser kleine Hund sich von Tag zu Tag erholt.
Noch ist sie aufgeschwemmt von der hohne Dosis Kortison, aber ihre Lebensgeister sind wieder ziemlich weit oben. Sie trinkt unwahrscheinlich viel und sieht dadurch aus wie ein kleines Wasserfass.
Ruhephasen sind nach wie vor ausgesprochen wichtig für die kleine Dame, daran erkennt man noch, dass ihr kleiner Körper noch angeschlagen ist.

Nun heißt es weiter das Blut kontrollieren lassen, damit wir sehen können wie weit die Entzündung im Griff ist und noch einige Wochen weiter mit Antibiotika arbeiten.

Noch ist nicht alles ausgestanden aber wie sind voller Hoffnung

Medikamente werden abgesetzt

3 Wochen hat die kleine Anja nun Medikamente eingenommen und nun ist sie wieder ganz die Alte. Es ist wirklich erstaunlich wie unsere Fellnasen so schwere Erkrankungen wegstecken.
Gerade dachten wir noch sie überlebt die Nacht nicht und nun saust sie schon wieder herum und spielt mit ihrem Bällchen.

Antibiotika wird nun abgesetzt und das Kortison soll ausgeschlichen werden. Nun zeigt es sich, ob die Krankheit besiegt ist.
Ich war überrascht , dass wir nach der kurzen Zeit alles absetzen durften. Daumen drücken und hoffen.................

Aufgeschwemmt vom Kortison, aber munter

22.00 Uhr beim Notarzt

5 Tage nach dem Absetzen des Antibiotikas und der schrittweisen Reduzierung des Kortisons fiel uns auf, dass Anja irgendwie ruhiger wurde. Wir schoben das auf das Übergewicht des Kortisons, denn wenn es um Futter ging war die kleine Lady wieder ganz die Alte

Wenn es ums Futter ging war Anja die schnellste

28.02.2015

Anja schreit plötzlich auf, als ich sie anheben wollte - habe ich sie falsch angepackt ?
Ich taste sie ab und bilde mir ein das ihr Nacken verkrampft ist. Ich versuche mich zu beruhigen, denn manchmal reagiert man als "Muttertier" etwas hysterisch.

Nachmittags sage ich meinem Mann, dass ich vermute, dass unser Ömchen einen Rückfall bekommt und wohl am Montag zum TA gehen muss. Fieber hat sie zwar noch nicht, aber sie gefällt mir einfach nicht.

20.00 Uhr liegt Anja neben mir und zittert wie Espenlaub, wieder taste ich ihren Nacken ab und diesmal zieht sie den Hals steif hoch. Ich habe also Recht - ein Rückfall.

21:00 Uhr meine Kleine liegt neben mir und schaut mich immer so "leidend" an, immer wieder hebt sie den Kopf und schaut zu mir. Ihre Augen wirken so kraftlos.
Alarmiert messe ich Fieber, 39,4° lassen mich aufspringen, den Tierarzt anrufen und losfahren.
Innerhalb der 1 Stunde verschlechterte sich ihr Zustand so schnell, dass ich auf keinen Fall bis Montag warten werde.

Beim Tierarzt ist das Fieber noch weiter angestiegen, sie hat bereits wieder einen verzögerten Stellreflex und torkelt beim gehen.

Nun bekommt Anja wieder alle Medikamente und diesmal müssen wir wohl deutlich länger dabei bleiben..............

17.03.2015

Seit 2 Monaten ist Anja nun "krank".
Doch wenn man die kleine Dame sieht, wie sie durch die Gegend springt und tobt glaubt man es nicht, das sie überhaupt krank ist.

Ihr kleiner Körper ist zwar vom Kortison aufgetrieben, aber das hindert sie nur beim hochspringen, ansonsten wirkt sie völlig gesund.

Von 5 mg Kortison täglich wird langsam ausgeschlichen.
Inzwischen bekommt sie weiterhin 250mg Cephacare flavour und 1,75 mg Kortison alle 3 Tage.

Seit dem 24.03.2015 Kortison abgesetzt

30.03.2015

Ziemlich genau 1 Woche habe ich das Kortison abgesetzt, ich habe extrem langsam ausgeschlichen.
Und heute hat die kleine Dame auf Schlag wieder den 2. Rückfall. Innerhalb von MInuten kippte ihr Gesundheitszustand.
Es ist so unheimlich traurig - ich werde ihr wohl über viele Monate das Kortison mit dem Antibiotika geben müssen.
Anja hat heute Morgen gut gelaunt gefressen - zwar sind die Koordinationsprobleme leicht geblieben, aber sie war schmerzfrei. Ich dachte sie hätte was durch die Hirnhautentzündung zurük behalten und habe sie zwar beobachtet, aber nicht mit einem Rückfall gerechnet.
Das Antibiotika hat sie nach wie vor bekommen.
Nun schreit sie wieder vor Schmerzen, hat einen steifen Gang.
Ich habe ihr 5 mg Kortison und Schmerzmittel gegeben und hoffe es wirkt schnell

17.04.2015

Anja bekommt nun täglich 5 mg Kortison.
Eine vorsichtige Reduzierung ist n icht möglich , da Anja sofort mit Ausfallserscheinungen reagiert.
Wir werden nun bis Oktober 2015 Kortison weiter geben und hoffen, dass hoffentlich dann ohne das Teufelszeug leben kann.
Anja selber hat auch unter Kortison Schübe. Den einen Tag geht es ihr so gut, dass man mit dem Gedanken spielt die Medikamente zu redizieren, am nächsten Tag ist sie wieder taumelig und unsicher..............

Weiterhin beobachten und hoffen, mehr können wir nicht machen

2. Rückfall

29.04.2015

Seit inzwischen 4 Monaten steht Anja unter Medikamenten .
Täglich 5 mg Kortison ist sehr viel für so einen kleinen Hund, doch jeder Versuch zu reduzieren quittiert sie sofort mit Rückfällen.

Leider hat Anja seit 2 Tage trotz der 5 mg einen Rückfall. Die Gleichgewichtsstörungen sind enorm und leider hat sie auch wieder Schmerzen .

Blutbild

Das bedeutet leider, dass Anja heute wieder zum Tierarzt muss und ein Blutbild gemacht werden muss.
Es ist ein Trauerspiel - doch der kleine Hund, aufgeschwemmt von dem vielen Kortison, wackelt mit dem kleinen Stummelschwänzchen und trottelt schwankend hinter mir her und vertreibt meine Gedanken, dem ganzen "ein Ende" zu geben.
Nein Anja will kein Ende, von Erlösen ist noch nicht zu reden - erklärt sie mir, solange sie noch Gäste ausbellen und manchmal sogar zwicken darf möchte sie weiter kämpfen...........

1. Mai - es ist hoffnungslos

2.5.2015 Abschied

Heute durfte mein Ömchen über die Regenbogenbrücke gehen. Es war einfach nichts mehr zu helfen. Anja hatte trotz starker Medikamente, Schmerzen - somit musste ich sie gehen lassen.

Es ist hoffnungslos

Sie konnte nicht mehr laufen, nicht mehr selber fressen und trinken, es ging einfach nichts mehr. Sie lag nurn noch neben mir und schaute mich an. Der Blick des unendlichen Vertrauens "du hilfst mir schon", bohrte sich in mein Herz.
Ich konnte ihr nicht mehr helfen, ich konnte sie nur noch erlösen - ein so schmerzhafter Weg

Machs gut mein Ömchen, hast 4 Monate gekämpft, nun hast du keine Schmerzen mehr

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