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Blutbild

Blutwerte Übersicht

Kastration geschafft

Über das Blut an sich und seine wichtigen und umfassenden Funktionen lassen sich spielend Bücher füllen. Ich habe Bücher gewälzt und im Netz gestöbert, um einen kleinen, vereinfachten Überblick zu verschaffen.
Die meisten Erklärungen beziehen sich auf den Humanbereich, weiter unten die Laborwerte sind pferdespezifisch.
Hämatokrit gibt den Anteil aller festen Bestandteile im Gesamtblut an.
Feste Bestandteile sind rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten).
Mit Hilfe einer Zentrifuge wird das zu untersuchende Blut in seine festen und flüssigen Bestandteile aufgetrennt und die prozentuale Aufteilung abgelesen. Die Erythrozyten nehmen in der Lunge Sauerstoff auf und bringen sie zu allen Zellen des Körpers. Das Abfallprodukt Kohlenstoffdioxid wird vom Blut zurück in die Lunge transportiert und ausgeatmet. Im Darm werden die zerkleinerten Nährstoffe aufgenommen und mit dem Plasma transportiert, ebenso die giftigen Abfallstoffe, die in Leber und Niere abgebaut werden. Die Leukozyten sind Immunzellen und werden auch die Polizei des Körpers genannt. Zahlenmäßig unterlegen, aber doppelt so groß wie die roten, können sie sich selbständig fortbewegen.

Der Hämatokritwert ist besonders von Bedeutung, um eine Blutarmut zu diagnostizieren. Erhöhte Werte finden sich bei Neugeborenen, Risiko bei Diabetes mellitus Typ II, Risiko für koronare Herzkrankheit, Erythrozytenvermehrung nach Organtransplantation, Schlaganfallrisiko, Polyglobulie (Vermehrung der roten Blutkörperchen durch Sauerstoffmangel im Körpergewebe), Polycythaemia vera (Blutbildungsstörung).
Verminderte Werte finden sich in der Schwangerschaft, bei Leistungssportlern, Blutverlust, vermehrtem Plasmavolumen.

Blutzucker
Der Zuckergehalt im Blut dient der Versorgung aller Gewebe mit Energie und wird daher vom Körper möglichst konstant gehalten. Das Hormon Insulin wirkt durch verschiedene Mechanismen senkend auf den Blutzucker, u. a. verbessert es die Aufnahme von Glucose in die Körperzellen und hemmt die Freisetzung von Glucose durch die Leber. Eine Reihe weiterer Hormone wie Glucagon oder Adrenalin bewirken eine Erhöhung des Blutzuckers.
Beim Diabetiker ist die Regulation des Blutzuckers durch das Insulin gestört. Je nach Art des Diabetes wird mit diätetischen Maßnahmen behandelt (EMS Diät), um möglichst optimale Blutzuckerwerte zu erzielen. Diese Einstellung des Blutzuckerwertes ist sehr wichtig, da schwerwiegende Langzeitschäden nur so vermieden werden können.
Bei unerkannter, unbehandelter Diabetes kann es bei extrem hohen Blutzuckerwerten zu einem lebensbedrohlichen hyperglycämischen Koma kommen. Eine Unterzuckerung (Hypoglycämie) kann entstehen, wenn zuviel Energie verbraucht oder nicht genügend Kalorien aufgenommen werden. Lebensgefährlich sind die Hypoglycämien, wenn der Blutzuckerwert, der für die Energieversorgung des Gehirns benötigt wird, unterschritten wird.

Blutfettwerte
Erhöhte Blutfettwerte können zur Entstehung von Arteriosklerose beitragen. Die Arteriosklerose ist eine Veränderung der Blutgefäße, die die Entstehung von Herz-/Kreislauferkrankungen begünstigt.
Die Blutfette werden entsprechend ihrer chemischen Zusammensetzung aufgeteilt in
Cholesterin und Triglyceride.
Beim Cholesterin wird wiederum in HDL- und LDL-Cholesterin unterschieden.
Beide Cholesterine haben bestimmte Aufgaben im Stoffwechselgeschehen, wobei sich die Funktionen der HDL-Fraktion schützend auf die Blutgefäße auswirken.
Ziel präventiver Maßnahmen ist daher ein hoher HDL-Anteil am Gesamtcholesterin. Die Funktionen der LDL-Fraktion begünstigen Ablagerungen in den Blutgefäßen; der Anteil des LDL-Cholesterins sollte daher möglichst gering sein.
Wurden früher für die Cholesterinwerte auch bei Gesunden starre Normwerte definiert, sieht man heute das Cholesterin als einen von vielen Risikofaktoren für die Entstehung von Gefäßschäden. Um das Risiko des Einzelnen abzuschätzen, müssen neben dem Cholesterin auch andere Risikofaktoren wie Bewegungsmangel oder Übergewicht berücksichtigt werden. Insgesamt geht man dazu über, das Verhältnis von LDL zu HDL als ausschlaggebend zu betrachten und empfiehlt einen LDL-Wert, der nicht größer ist als der 2,5fache Wert des HDL-Cholesterin.

Nierenschwelle/Glycosurie

Glycosurie nennt man die Ausscheidung von Zucker im Urin.
Beim Gesunden findet man nur sehr wenig Zucker im Urin. Erreichen die Blutzuckerwerte die sogenannte Nierenschwelle, wird Zucker über die Niere ausgeschieden und man kann ihn im Urin mit Teststreifen nachweisen. Die Bestimmung des Zuckergehaltes im Urin gibt nur einen groben Hinweis auf stark erhöhte Blutzuckerwerte. Bei den Laborbefunden ist zu beachten, dass einzelne Parameter durch folgende Umstände variieren können:
Tageszeit, Futteraufnahme, körperliche Belastung, Erregung, verabreichte Medikamente

ROTES BLUTBILD (auch kleines Blutbild genannt)

Leukozyten
Referenzbereich 5 - 10 Tsd/ul
Hauptaufgabe der weißen Blutkörperchen ist die Abwehr von Krankheitserregern. Sie sind gewissermaßen die Blutpolizei und machen Krankheitserreger unschädlich und schützen so den Körper vor Infektionen
Erhöht bei:
Entzündungen, bakteriellen Infektionen, Pilze, Ricksettien, Protozoon, Diab. mellitus, Urämie, Endotoxine, Vergiftungen (Blei, Thalium, Quecksilber,Natriumchlorat, Phen-acetin), Myositis, Tumore,
M. Cushing, NNM-Überfunktion, Thyroideaüberfunktion, Corticosteroid-, ACTH-, Adrenalin-, Schilddrüsenhormongaben, Hämatome, Hirnblutungen, Encephalitiden, Epilepsie, Leukämie, körperfremde Proteine
Erniedrigt bei:
virale Infektionskrankheiten, Vergiftungen, Strahlenschäden, Peritonitis, Endometritis, Salmonelose, Östrogenvergiftung, Endotoxinschock, anaphylaktischer Schock, Leukozytopenie der silbergrauen Collies, aleukämische Leukosen, (Benzol, Phenylbutazon, Chloramphenicol [Ktz],Chlorambucil, Vincristin, Cylophosphamid, Busolan)
.
Erytrozyten
Einheit = M/ul
Referenzbereich = 6,5-9,0
Aufgabe der roten Blutkörperchen ist der Sauerstofftransport.
Erhöht bei:
Hypoxie, Herz-, Lungenerkrankung, Excicose, Nierentumore, Polycythaemia vera
Erniedrigt bei:
hypo-, hyperchrome Anämie.,aplastische A., hämolytische A

Hämoglobin
Einheit = g/dl
Referenzbereich = 11,0-17,0
Das Hämoglobin (Hb) oder der rote Blutfarbstoff ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und hat vor allem die Aufgabe, Sauerstoff in der Lunge zu binden und in die kleinen Blutgefäße zu transportieren.
Erhöht bei:
Sauerstoffmangel, Polycythaemia vera, Nierentumore
Erniedrigt bei:
hypochrome Anämie, aplastische A., hämolytische A.

Hämatokrit
Einheit = %
Referenzbereich = 33-45
Hämatokrit bezeichnet den Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes und ist ein Maß für die Zähigkeit des Blutes. Blut ist etwa viermal dickflüssiger als Wasser. Steigt der Hämatokrit, ist das Blut dickflüssiger.

MCH
Einheit = pg
Referenzbereich = 13,0-19,0
Verringerung = Hypochromasie

MCHC
Einheit = g/dl
Referenzbereich = 31,0-36,0
Ist als mittlerer, zellulärer Hämoglobingehalt definiert.
Erniedrigt bei:
hypochrome Anämie (Eisen-, oder Kupfermangel)

MCV
Einheit = fl
Referenzbereich = 37-55
Erhöhung = Makrozytose
Verringerung = Mikrozytose
(in Verbindung mit: MCV + MCHC(n))
Beschreibt den Volumen-Inhalt Einzel-Erythrozyten
Erhöht bei:
hyperchrome A. (Kobalt-, Folsäure-,Nicotinsäuremangel)
a –Amylase
Vorkommen: Sezerniert im Pankreas, Speichel, Leber, Dünndarm für die Kohlenhydratverdauung; nicht aussagekräftig, immer mit Lipase bewerten
Erhöht bei: akute Pankreatitis, chron. Pankreasnekrose (2-4 fach), Niereninsuffiziens, Erkrankung der Speicheldrüsen

Thrombozyten
Einheit=K/dl
Referenzbereich 31,0-36,0
Thrombozyten sind kernlose, scheibenförmige Blutkörperchen. Sie überleben im Blut etwa zehn Tage und werden im Knochenmark gebildet. Thrombozyten sind wichtig für die Blutgerinnung.
Erhöht bei:
Trauma, OP, Blutverlust, Infektionen, Milzexstirpation, Megakaryozytenleukose, Poly-cythaemia vera, Karzinomatose
Erniedrigt bei:
Bildungsstörung: idiopatische Markhypoplasie, toxisch (Östrogen, Zytostatika, Chloramphenicol, Benzol, Phenol, Insektizide), Verbrennung, Transfus. gr. Blutmengen, ionisierende Strahlung, Sepsis, feline Panleukopenie, feline Leukose, Tumor Panmyelophthise
Umsatzstörung: idiopathische thrombozytopenische Purpura, Lupus erythematodes, trombozytäre Isoagglutine,Blutung, Verbrauchskoagulopathien (DIC), Thrombosen, hämolytische Anämien Verteilungsstörung: Herzinsuffizienz, Splenmegalie
.
Parameter/ Differenzialblutbild Granulozyten
Eosinophile G.
Einheit = /ul
Referenzbereich = 40-350
Eosinophile Granulozyten machen nur zwei bis vier Prozent der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Die eosinophilen Granulozyten können Bakterien und Gewebereste "fressen" (phagozytieren). Die Zahl ist besonders bei einer abklingenden Infektion erhöht.
Funktion:bei DSH oft physiologisch
Erhöht bei:
Allergie, Parasitosen, Panostitis (eine Erkrankung der langen Röhrenknochen bei jungen großwüchsigen Hunden) und Myositis (entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur, erblich oder durch Infektion (Viren, Bakterien), Gastroenteritis (entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes), eosinophilica, eosinophiles Granulom Tumor), Infektionskrankheiten in der Heilphase
Erniedrigt bei:
Streß, M. Cushing, Cushing-Syndrom, Corticosteroid- oder ACTH-Gaben, diabetisches oder urämisches Koma, akute Hämolyse (Anämie), Infektionskrankheiten in der Anfangsphase

Retikulozyten
Die Retikulozyten (Vorstufe der roten Blutkörperchen) werden vom Knochenmark in das Blut abgegeben und dort in reife Erythrozyten umgewandelt. Dies ist ein ständiger Prozess, um die alten verbrauchten roten Blutkörperchen zu ersetzen.
Erhöht bei:
hypocrome A., hämolytische A.
Erniedrigt bei:
aplastische Anämie

Lymphozyten
Einheit=/ul
Referenzberich = 1500-4000
Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind die eigentlichen Abwehrzellen us.

Erhöht bei:
physiologisch beim Jungtier, langer Streß, Infektionskrankheiten in der Heilphase (Morgenröte de Infektion),
chron.-, virale Infektionskrankheiten, lymphatische Leukämie
Erniedrigt bei:
akuter Streß, Corticosteroid- oder ACTH-gaben,Zytostatika, M. Cushing, Cushing-Symdrom

Monozyten
Einheit=/ul
Referenzberich =bis 400
Monozyten machen zwei bis acht Prozent der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie sind unter den weißen Blutkörperchen am besten in der Lage, Bakterien und Gewebetrümmer unschädlich zu machen.
Erhöht bei: virusbedingte Infektionskrankheiten, Corticosteroidgaben, Streß, Immunopathien, hämolytische Anämie, exsudative Perito-nitis oder Pleuritis

Basophile G. (Stabkernigen Gran.)
Einheit=/ul
Referenzberich =bis 600
Basophile Granulozyten sind die zahlenmäßig schwächste Unterart der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie vermitteln allergische Reaktionen und sind gewissermaßen die Gegenspieler der eosinophilen Granulozyten, die allergische Reaktionen dämpfen.
Erhöht :
sehr selten; ab und zu bei Dirofilariose, Allergien, Hyperlipämie

Neutrophile G. (Segmentkernige Gran.)
Pro Mikroliter Blut finden sich 2500-7500 neutrophile Granulozyten, wovon etwa 5% stabkernige Granulozyten sind. Ein höherer Anteil (Linksverschiebung) ist erstes Zeichen einer Infektion und körperlicher Belastung.
Pro Mikroliter Blut finden sich 2500-7500 neutrophile Granulozyten, davon über 95% segmentkernige Granulozyten. Infektionen, Schock, entzündliche Erkrankungen, körperliche Belastung, Stress.
Erhöht bei: Entzündungen, besonders bakteriell-eitrige Entzündungen
oft mit Linksverschiebung,wie Leukozytose, physiologisch: Aufregung, Furcht, körperl. Belastung, Tachykardie, Geburt
pathologisch: bakt. Infektionskrankheiten, endogene und exogene Toxine, Resorption körpereigener + -fremder Proteine, Tumore, Gehirnerkrankungen, Überempfindlichkeitsreaktionen, posthämor-rhagisch, myeloische Leukämie, lymphatische Leukose mit Neutrophilie, endokrin
Erniedrigt bei:
virale Infektionskrankheiten, sept. Schock, KM-Schädigung (toxisch, Östradiol [Hd], Leukose, Tumore, Panmyelo-phthise), zykl. Neutropenie der silbergrauen Collies
Als Linksverschiebung wird die Zunahme der Granulozyten (Neutrophile) mit nicht segmentiertem Kern bezeichnet. Sie tritt besonders bei akuten bakteriellen Infektionskrankheiten und eitrigen Entzündungen in den Körperhöhlen auf. Man unterscheidet:
1.) regenerative Linksverschiebung: keine Schädigung der Einzelzelle feststellbar, i.d.R. Leukozytose (etwa posthämorrhagisch)
2.) degenerative Linksverschiebung: Schädigung der Einzelzelle feststellbar, Leukozahl im Normbereich oder leicht erhöht (schwere Infektionskrankheit, toxisch)
Als Rechtsverschiebung bezeichnet man das Auftreten von neutrophilen mit sechs oder mehr Kernsegmenten (Hypersegmentierung). Sie wird unter Corticosteroidbehandlung oder perniziöser Anämie beobachtet.

ALT (GPT)
ist bei Hund und Katze leber-spezifisch; beim Pferd kommt es auch in der Skelett-, Herzmuskulatur und in den Hepathozyten vor.
AST (GOT)
bilokuläres Enzym in zahlreichen Organen starker Anstieg bei Muskel- und Lebererkrankungen
Leicht erhöhte Werte sagen wenig aus, da sie bei sehr vielen Erkrankungen vorkommen können. Stärker erhöhte Werte von AST und ALT sprechen für einen Leberschaden. Extreme Erhöhungen von AST und ALT = akute Leberentzündung (Hepatitis), Vergiftungen.
Betrifft die Erhöhung nur oder vorwiegend die AST, kommt ein Muskelschaden in Frage. Auch körperliche Anstrengung kann zum Anstieg der AST führen.
Unter Antibiose sind ASAT-Werte oft erhöht. Nach Therapieende sinken die Spiegel wieder auf Normalwerte.
Calcium
Kommt hauptsächlich im Skelett vor; nur die Hälfte des Serumspiegels liegt aktiv vor.
Erhöhter.Wert:
prim. oder tertier Hyperparathyreoidismus, Pseudohyperparathyreoidismus, Vit-D Hypervitaminosen, Calcinose
Erniedrigter Wert:
Hypoparathyreoidismus, Hypercalcitonismus, Tetanie, Eklampsie, Malabsorbtionssyndrom; Ca + Mg: Parese Tetanie, Vit-D MangelGroßes BlutbildAlkalische Phosphatase
Einheit = U/l
Refferenzbereich = bis 333
Organverteilung = Knochenzellen, Leber, Niere, Dickdarm
Diagnostische Bedeutung = Hepatopathien mit Cholestase, systemische Osteopathien, Ca/ P- Mangelzustände
Erhöhung:Erkrankungen der Leber, der Gallenblase, der Schilddrüse oder Bauchspeicheldrüse möglich. Evt. bei Knochenbrüchen erhöht.
Niedrig: z. B. bei Schilddrüsen-Unterfunktion, Zinkmangel, schwerer Blutarmut

Billirubin
Einheit = mg/dl
Referenzbereich = bis 3,1
Erhöhung = hämolytischer, hepatischer, posthepatischer Ikterus (Gelbsucht), Hungerbilirubinämie

Eisen
Einheit = ug/dl
Referenzbereich = >80
Verringerung = chronischer Blutverlust, Anämie

Gamma - GT
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 45
Organverteilung = Leber, Niere, Gehirn
Diagnostische Bedeutung = Hepatopathien, Cholestasen

GLDH
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 20.8
Organverteilung = Gehirn, Leber
Diagnostische Bedeutung = Hepatopathien mit Leberzellnekrose, Hapatitiden, Stauungsleber

AST / GOT
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 690
Organverteilung = Skelettmuskel, Leber, Herzmuskel
Diagnostische Bedeutung = Myopathien, Hepatopathien

LDH
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 606
Organverteilung = Skelettmuskel, Leber, Erythrozyten
Diagnostische Bedeutung = Myopathien, Hepatopathien, Hämolyse

CK - NAC
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 408
Organverteilung = Skelettmuskel, Gehirn, Herzmuskel
Diagnostische Bedeutung = Myopathien

Blutzucker
Einheit = mg/dl
Referenzbereich = 55-90
Erhöhung = Stresszustände, Glukokortikoidthrapie, ZNS- Krankheit, Diabetes
Verringerung = Hyperlipämie

Harnstoff
Einheit = mg/dl
Referenzbereich = 20-40
Erhöhung = proteinreiches Futter, Schockzustände, Dehydration, Urämie
Verringerung = ungenügende hepathische Synthese

Calcium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 2,5-3,4
Erhöhung = Nephropathien, Hypervitaminose D
Verringerung = Laktationstetanie, Transporttetanie

Kalium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 2,8-4,5
Erhöhung = Azidose, Urämie, hyperkaliämische periodische Paralyse, Hämolyse
Verringerung = Alkalose, enterale Verluste (Diarrhoe)

Magnesium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 0,5-0,9
Erhöhung = Niereninsuffizienz
Verringerung = Tetanien (krampfartige Störung der Motorik, Kribbeln als Zeichen überreizter Nerven und Musklen. Selten auch schmerzhafte Muskelkrämpfe.)

Natrium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 125-150
Erhöhung = ungenügende Wasseraufnahme, hypertone Dehydration
Verringerung = Verluste durch Schwitzen, Niereninsuffizienz mit Polyurie

Phosphat anorganisch
Einheit= mmol/l
Referenzbeeich = 0,7-1,45
Erhöhung = sekundärer Hyperparathyreoidismus
Verringerung = P- Mangelzustände

Zink
Einheit = umol/l
Referenzbereich = 11 - 15
Erniedrigung = Parakeratose

Selen

Einheit = umol/l
Referenzbereich = 1,3 - 2,5
Erhöhung = Vergiftung, Arzneimittel, Se- Speicherpflanze
Erniedrigung = Weißmuskelerkrankung, ernährungsbedingte Myopathien

Kupfer

Einheit = umol/l
Referenzbereich = 19 - 21
Erniedrigung = Anämie, Pigmentverlust, Gelenkerkrankungen

Chlorid
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 95 - 105
Erniedrigung = CI- Verluste durch Schwitzen,metabolische Alkalose

Cholesterol
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 2,3 - 4,4
Erhöhung = Hyperlipämie, Cholestase, Hypothyreose
Erniedrigung = ungenügende hepatische Synthese

Kreatinin
Einheit = umol/l
Referenzbereich = 62,0 - 177,0
Erhöhung = wie Harnstoff, aber nicht alimentär beeinflussbar

Lactat
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = < 1,0
Erhöhung = Belastung unter Hypoxie, Kreislaufinsuffizienz,Myoglobinurie, Laktazidose nach Kohlenhydratüberfütterung

Protein gesamt

Einheit = g/l
Referenzbereich = 55,0 - 75,0
Erhöhung = chronische Infektionserkrankungen
Erniedrigung = Unterernährung, chronische Darm- oder Lebererkrankungen, Proteinverluste durch Proteinurie, exsudative Dermatitis, Blutverluste

Albumin

Einheit = %
Referenzbereich = 45 - 60
Erhöht bei:
Dehydration, Nierenkrankheiten (Nephropathie) Fieber körperliche Belastung
Erniedrigt bei:
Folge einer Hepathopathie, Akute Entzündung, Leberzirrhose, Mangelernährung, Verdauungsstörungen, Nierenerkrankungen, (nephrotisches Syndrom, chronische Niereninsuffizienz (Glomerulonephritis) Ileus, Chronischer Blutung, Unterernährung, grossflächiger Verbrennung, renale Verluste, Amyloidose Peritonitis, Hyperthyreose Tumoren (Sarkome, Lymphome),
Albumin
wird in der Leber gebildet. Albumin ist ein Eiweiß (Protein) und gehört zur großen Gruppe der Plasmaproteine.
Von allen im Plasma vorkommenden Proteinen ist Albumin das kleinste, kommt aber in der größten Menge vor. Es macht ungefähr 60 Prozent der gesamten Plasma-Eiweißmenge aus. Albumin wird in der Leber gebildet und ist neben den Globulinen das wichtigste Plasmaprotein.
Die Hauptaufgabe des Albumin ist die Aufrechterhaltung des so genannten kolloidosmotischen Drucks, der die Flüssigkeitsverteilung im Körper bestimmt. Sinkt der kolloidosmotische Druck, strömt Flüssigkeit aus den Gefäßen in den Raum zwischen den Zellen (Interstitium). Es kommt zu Wassereinlagerungen ins Gewebe, Ödemen. Da es viele Albuminmoleküle gibt, macht Albumin 80 Prozent des kolloidosmotischen Drucks des Plasmas aus.
Albumin ist darüber hinaus ein wichtiges Transportprotein. Bilirubin, Fettsäuren, Thyroxin, Kalzium, Vitamine und viele andere Stoffe und Medikamente wie beispielsweise Penizillin werden an Albumin gebunden im Blut durch den Körper transportiert.
Weiterhin dient Albumin als Reserve-Eiweiß. Außer im Blut kommt Albumin noch in der Haut, im Muskel und Liquor (Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit) vor.
In welchen Fällen wird Albumin bestimmt?
Der Albuminwert ist wichtig bei akuten und chronischen Entzündungen, Leber- und Nierenerkrankungen sowie Tumoren.

a1-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 4 - 6
Erhöhung = chronische Entzündungen
Erniedrigung = Hepatopathien

a2-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 5 - 13
Erhöhung = chronische Entzündungen, Neoplasien
Erniedrigung = chronische Hepatopathien

ß1-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 12 - 17
Erhöhung = nephrotisches Syndrom
Erniedrigung = Autoimmunerkrankung, hämolytische Anämie

ß2-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 10 - 20
Erhöhung = akute Entzündungen, Hepatopathien, Systemmykosen

y-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 8 - 22
Erhöhung = akute Entzündungen, chronische Infektionen, Pyodermie, chronische Hepatopathie
Erniedrigung= Immunsuppression

Triglyceride
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 1,1 - 5,7
Erhöhung = Hyperlipämie

Quelle
Laboklin
http://www.laboklin.de/frame.php?lang=de&PHPSESSID=073fc02912e60baccf3eaa a68 4dfa425LABORWERTE
Herzenzyme, Blutfette, Leberwerte: Was die Zahlen Ihres Befundes bedeuten, wo die Normalwerte liegen und wie sich Abweichungen auf Ihre Gesundheit auswirken

Laborwerte - nach Alphabet geordnet Quellen dieser Seite!!
http://www.netdoktor.de/laborwerte/index.shtmlwww.laborlexikon.de/

Hypoglykämie

Woran erkenne ich eine Unterzuckerung (Hypoglykämie)?
Eine Unterzuckerung äußert sich in Schwäche, Schwanken, Zittern, Umfallen/Kollaps, manchmal Erbrechen und ggf. Bewusstlosigkeit.
Sollten Sie diese Symptome bei Ihrem Hund beobachten, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf.

informationsblattdiabeteshund.pdf [18 KB]

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